Russland jetzt doch in der Krise?

Liebe Leser,

am Donnerstag wird die Zinsentscheidung der EZB erwartet. Devisenhändler haben in den letzten 2 Tagen den Euro wieder unter 1,27 Dollar verkauft und heute, einen Tag vor der Entscheidung, läuft die Valuta seitwärts.
Die Händler gehen von einer Senkung von 75 Basispunkten aus! Es wird also kein kleiner Zinssenkungsschritt an der Börse vorweggenommen. Meiner Meinung nach, ist eher entscheidend, was die EZB beschließt und nicht ob es genau 75 Punkte sein werden. Denn sollte die Notenbank nichts verändern oder nicht in dem erwarteten Rahmen, so wird der Euro wieder einen Höhenflug über die 1,30 Marke erleben. Meiner Erfahrung nach, kommt ein überraschendes Ergebnis, abweichend von dem erwarteten Ergebnis mit 75 Basispunkten, einer Gegenreaktion gleich. Das passierte in der Vergangenheit sehr häufig.
Schauen Sie sich das Ergebnis der EZB an und dann die Reaktion auf den EUR/USD und denken Sie an meine Worte.

Russland in der Krise

Was sagt der Kreml dazu?

Was sagt der Kreml dazu?

Um den Rubel ist es momentan nicht gut bestellt. Der stark gefallene Ölpreis, die schwächende russische Wirtschaft und die Stärke des Dollars belasten Land und Währung schwer.
Während Putin auf unfaire Märkte schimpft und alle Schuld von sich weißt, wäre es am besten die Währung abwerten zu lassen. Dies wäre meiner Meinung nach der beste Schritt zurzeit.
Und hier kann ich dem Chefökonomen Russlands ältester Bank nur zustimmen. Er fordert die Regierung auf, endlich mit den verbalen Unterstützungen für den Rubel aufzuhören und die Valuta abwerten zu lassen. Ich kann ihm nur zustimmen. Eine Abwertung von einem Fünftel würde der Währung nicht schaden, hätte aber durchaus positive Effekte für die Wirtschaft. So kann ich mir gut vorstellen, dass die Wirtschaft durch die Abwertung des Rubels sogar noch weiter wächst. Dies würde wieder Investoren ins Land ziehen und den Rubel wieder nachhaltig für die Zukunft stärken.

Wirtschaftsdaten

Heute Nachmittag wurden 2 verschiedene Daten zum Arbeitsmarkt in Amerika veröffentlicht.
Der Bericht zu den Arbeitsmarktdaten zeigt wieder den Trend nach unten. Es waren mehr Menschen arbeitslos als erwartet. Im November ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 250.000 gefallen.
Die Angst der Amerikaner den Job zu verlieren zeigt sich in den nächsten Daten. So ist die Arbeitsproduktivität um 1,3% gestiegen. Dies ist stärker ausgefallen als erwartet.
So zeigen mir beide Ergebnisse, dass die kürzlich veröffentlichten Zahlen zum Arbeitsmarkt wieder zu relativieren sind und es weiterhin belastende Faktoren am Arbeitsmarkt gibt.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag.
Ihr
Robert