01 Mar

Die neuen Wirtschaftsdaten sind da

Robert by Robert

Liebe Leser,

Wie Sie vielleicht wissen, wurde Island von der Finanzkrise mit am heftigsten erwischt. Die Banken haben in der Vergangenheit arglos Kunden Geld verliehen und solange die Immobilienpreise stiegen und das ganze System nicht zusammenbrach, hat das auch wunderbar funktioniert.

Das Kartenhaus ist aber vor wenigen Monaten lautstark zusammengebrochen und die Trümmer liegen noch überall herum. Bankeninsolvenzen, verunsicherte Bürger die ihr Geld abheben wollten und einiges mehr waren die Folgen. Natürlich hat auch die Isländische Krone darunter gelitten.
kartenhausNach den Kapriolen der Isländischen Krone will die Isländische Notenbank den Handel wieder stabilisieren. Die Restriktionen, die aufgelegt worden waren, werden wieder schrittweise gelockert.
Ich gehe aber davon aus, dass die wegfallenden Stützungen, die Krone fürs erste weiter Absinken lassen werden. Erst wenn die Devisenhändler wieder merken, dass die isländische Wirtschaft an Stärke gewinnt, wird es zu einer festeren Krone kommen.

Was ist mit den ökonomischen Daten?

Meiner Meinung nach werden die kommenden Monate entscheidend sein. Wenn sich die ökonomischen Basisdaten wieder verbessern, wird die Isländische Krone ein Comeback erleben.
Davon gehe ich auch aus, weil in der Währung schon alle schlechten Nachrichten eingepreist sind.
Die Notenbank Islands untermauert meine Einschätzung, da sie weder Stützungskäufe tätigen möchte, noch die Leitzinsen erhöhen, um neues Geld ins Land zu bringen.

Dies ist daher für uns von entscheidender Bedeutung, da die Währungshüter Islands an ihre Währung glauben und einer positiven Zukunft entgegenblicken. Somit ist der richtige positive Background für die Isländische Krone geschaffen. Wir als Devisentrader können daher schon bald eine Longposition eröffnen.

Wirtschaftsdaten

Montags werden selten wichtige Wirtschaftsdaten verkündet. Anders heute Abend. Achten Sie daher auf Ihre Investments um 20.45. Zu dieser Uhrzeit spricht der FED-Chef Bernanke. Dabei wird er zur aktuellen Lage seine Einschätzung abgeben und könnte weitere Leitzinssenkungen aufgrund der Finanzkrise andeuten. Dies würde zu Schwankungen in allen Währungen führen, die den US-Dollar im Währungspaar haben. Passen Sie daher vor allem auf den EUR/USD auf. Dies Szenario wird den Euro beflügeln und den Dollar abwerten lassen.

Heute wurden um 16.00 Uhr die Zahlen zum Index des verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht. Der Index notierte mit 36,2% etwas tiefer als erwartet, aber trotzallem im Rahmen der Ankündigung. Es war daher, trotz der Wichtigkeit des Indexes, für die Börse ein unspektakuläres Ergebnis. So führte die Veröffentlichung zu keinen überraschenden Schwankungen im Devisenmarkt.

Also nicht vergessen: Rede des FED-Vorsitzenden um 20.45 Uhr!

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag.

Ihr
Robert

27 Feb

Russland jetzt doch in der Krise?

Robert by Robert

Liebe Leser,

am Donnerstag wird die Zinsentscheidung der EZB erwartet. Devisenhändler haben in den letzten 2 Tagen den Euro wieder unter 1,27 Dollar verkauft und heute, einen Tag vor der Entscheidung, läuft die Valuta seitwärts.
Die Händler gehen von einer Senkung von 75 Basispunkten aus! Es wird also kein kleiner Zinssenkungsschritt an der Börse vorweggenommen. Meiner Meinung nach, ist eher entscheidend, was die EZB beschließt und nicht ob es genau 75 Punkte sein werden. Denn sollte die Notenbank nichts verändern oder nicht in dem erwarteten Rahmen, so wird der Euro wieder einen Höhenflug über die 1,30 Marke erleben. Meiner Erfahrung nach, kommt ein überraschendes Ergebnis, abweichend von dem erwarteten Ergebnis mit 75 Basispunkten, einer Gegenreaktion gleich. Das passierte in der Vergangenheit sehr häufig.
Schauen Sie sich das Ergebnis der EZB an und dann die Reaktion auf den EUR/USD und denken Sie an meine Worte.

Russland in der Krise

Was sagt der Kreml dazu?

Was sagt der Kreml dazu?

Um den Rubel ist es momentan nicht gut bestellt. Der stark gefallene Ölpreis, die schwächende russische Wirtschaft und die Stärke des Dollars belasten Land und Währung schwer.
Während Putin auf unfaire Märkte schimpft und alle Schuld von sich weißt, wäre es am besten die Währung abwerten zu lassen. Dies wäre meiner Meinung nach der beste Schritt zurzeit.
Und hier kann ich dem Chefökonomen Russlands ältester Bank nur zustimmen. Er fordert die Regierung auf, endlich mit den verbalen Unterstützungen für den Rubel aufzuhören und die Valuta abwerten zu lassen. Ich kann ihm nur zustimmen. Eine Abwertung von einem Fünftel würde der Währung nicht schaden, hätte aber durchaus positive Effekte für die Wirtschaft. So kann ich mir gut vorstellen, dass die Wirtschaft durch die Abwertung des Rubels sogar noch weiter wächst. Dies würde wieder Investoren ins Land ziehen und den Rubel wieder nachhaltig für die Zukunft stärken.

Wirtschaftsdaten

Heute Nachmittag wurden 2 verschiedene Daten zum Arbeitsmarkt in Amerika veröffentlicht.
Der Bericht zu den Arbeitsmarktdaten zeigt wieder den Trend nach unten. Es waren mehr Menschen arbeitslos als erwartet. Im November ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 250.000 gefallen.
Die Angst der Amerikaner den Job zu verlieren zeigt sich in den nächsten Daten. So ist die Arbeitsproduktivität um 1,3% gestiegen. Dies ist stärker ausgefallen als erwartet.
So zeigen mir beide Ergebnisse, dass die kürzlich veröffentlichten Zahlen zum Arbeitsmarkt wieder zu relativieren sind und es weiterhin belastende Faktoren am Arbeitsmarkt gibt.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag.
Ihr
Robert

27 Feb

Was ist denn plötzlich mit der EZB los?

Robert by Robert

Liebe Leser,

EZB_Wie ich Ihnen hier bereits angekündigt habe, hat die EZB die Zinsen am Donnerstag gesenkt. Viele Zeitungen und Ökonomen zeigten sich von dem großen Senkungsschritt von 75 Basispunkten doch recht überrascht. Sicher, normalerweise kennt man von der Notenbank kleinere Schritte von 0,25 bis 0,50. Aber dies geschah unter anderen Marktbedingungen. Dieses Mal ist die Krise eine andere und ich habe Ihnen vorgestern von dem großen Zinssenkungsschritt geschrieben.
Der Euro verhielt sich nach der Meldung neutral und sank nur marginal unter die 1,27er Marke. Im Gegenteil: Trotz der 75 Basispunkte stieg der Euro weiter an und konnte wieder kurzfristig gegenüber dem Dollar Boden gut machen, bevor die Gewinnmitnahmen einsetzten.
Andere Länder haben sich den Donnerstag auch zur Aufgabe genommen und ihre Leitzinsen gesenkt. So senkte die Bank of England, noch radikaler als die EZB ihren Leitzins, um 100 Punkte. Die Schwedische Reichsbank setzte hier noch einen drauf und senkte um 175 Basispunkte. Jetzt sind die Leitzinsen in Schweden bei 2%.
Es macht mir momentan wirklich keinen Spaß dem Euro zuzuschauen. Kaum rappelt er sich auf und wandert Richtung 1,30er Marke, schon werden die Gewinne verkauft und der Kurs fällt wieder bis Regionen um 1,26 zurück. Momentan traut sich keiner der beiden Lager, Euro- oder Dollaranhänger, den Euro außerhalb seines Bandes von 1,25 und 1,30 nachhaltig laufen zu lassen. Es wird an den Widerständen verkauft und an den Unterstützungen gekauft und der Euro läuft seitwärts. Dies wird der heutige Handelstag nicht ändern können und wir werden wieder in dieser Spanne heute schließen.
Ich gehe aber davon aus, dass schon nächste Woche mehr Bewegung in das Währungspaar kommt. Dies liegt daran, dass sich die Leitzinsen weltweit annähern. So werden in den wichtigsten Währungen die Leitzinsen auf etwa dem gleichen niedrigen Niveau liegen und der Dollar würde hiervon als Weltwährung profitieren. Daher sehe ich den Euro mittelfristig aus fundamentaler Sicht als Verlierer der Zinssenkungspolitik.

Wirtschaftsdaten

Heute um 14.30 wurden wichtige Daten zum Arbeitsmarkt für die USA gemeldet. So ist die Arbeitslosenquote einen Hauch besser als erwartet ausgefallen. 6,7% der Bevölkerung war arbeitslos statt den erwarteten 6,8%.
Allerdings ist die Zahl der Beschäftigten in den USA um 533.000 zurückgegangen, anstatt der erwarteten 300.000.
Die Reaktion des Euro zum Dollar war daraufhin eindeutig: er stieg im Tief von 1,2620 auf 1,2750 innerhalb weniger Minuten. Etwas länger dauerte es bis er die Gewinne wieder abgab und jetzt wieder im Mittelfeld von Tief und Hoch notiert.
Hier haben sich im Vorfeld die Marktakteure positioniert und es kam zum Schneeballeffekt. Immer mehr Orders griffen, als der Euro immer neuere Hochs nahm. Irgendwann gingen die Käufer aus und die Gewinne wurden verkauft. Danach erst normalisierte sich der Kurs. Es ist eigentlich das übliche Spiel. Werden wichtige Zahlen veröffentlicht und entsprechen sie nicht der Schätzung, kommt es zu unvorhersehbaren Übertreibungen am Markt. Halten Sie sich daher am besten zu diesen Zeiten von den Märkten fern und handeln Sie erst wieder, wenn sich der Markt etwa eine halbe Stunde später wieder normalisiert hat.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag.
Ihr
Robert

27 Feb

Wie funktioniert die Dividendenausschüttung denn genau?

Robert by Robert

27 Feb

Empfehlung zum Thema Finanzen Generell

Robert by Robert

27 Feb

US-Notenbank und der gute Zins

Robert by Robert

Liebe Leser,

die US-Notenbank hat am Dienstag überraschend stark die Zinsen gesenkt. Vielleicht haben Sie es gestern mitbekommen. Jetzt betragen die Leitzinsen nicht mehr 1 Prozent, sondern nur noch 0,25%, also praktisch Null Prozent. Dieser Zinsschritt kam für die Märkte überraschend, es wurden 50 Basispunkte vor der Entscheidung gehandelt, umso mehr verfielen die Märkte nach der Verkündigung in Euphorie.
notenbankUnser Euro konnte in den letzten Stunden sogar bis auf knapp 1,42 Dollar steigen! Noch vor wenigen Tagen habe ich über den lustlosen Währungskurs von EUR/USD gesprochen und nun ist der Kurs endlich wieder nachhaltig nach oben ausgebrochen. Ich bin aber noch etwas skeptisch wie lange sich der Kurs auf diesem Niveau halten wird. Denn der Ausbruch vollzog sich in 2 Stufen, aber doch sehr schnell. Wenn sich der Kurs diese Woche über der 1,40er Marke halten kann, dann wird der Trend weitergehen, da es immer neuere Käufer anlocken wird.
Vergessen Sie aber nicht, dass der Euro 13 Cent in nur gerade mal eineinhalb Wochen gestiegen ist! Das zieht die Shorttrader nur so an, wir müssen daher vorsichtig mit Eurotrades sein.
Die Zinssenkung in den USA soll endlich für Preisstabilität und Wachstum sorgen. So sind beispielsweise die kurzfristigen Staatsanleihen, aufgrund der starken Nachfrage, bei einer Rendite im Jahr von Null Prozent angekommen!
Ja, Sie haben richtig gelesen. Der Staat zahlt keine Zinsen mehr, damit die Staatsanleihenblase wieder abnimmt. Bei den Langläufern werden gerade auch die Zinsen und damit die Attraktivität gesenkt.
Das Ziel ist klar: Nicht das Sparen in Staatspapiere soll gefördert werden, sondern die Ankurbelung der Wirtschaft durch Investitionen und Konsum zu billigen Zinssätzen.
Die dramatische Zinssenkung hat aber auch gezeigt, in welch desolatem Zustand die USA steckt. So werden wieder vermehrt Dollar verkauft und der gegenteilige Effekt wird mittelfristig einsetzen, der zuerst den Euro belastet hatte. Während vor ein paar Monaten Geld in den Dollar floss, wird in den kommenden Wochen das gegenteilige Szenario eintreten und der Markt wird wieder mit Dollar überschwemmt.
Dies wird dem Euro wieder Auftrieb verleihen. Mittelfristig sehe ich daher wieder eine reelle Chance für die Valuta. Kurzfristig bleibt abzuwarten, wie die Marktteilnehmer die 1,40er Marke stützen.

Ihr
Robert